BLEIBEN SIE AUF DEM LAUFENDEN

Automatischer Informationsaustausch (AIA)

 

Am 29.10.2015 einigten sich 96 Staaten auf die Einführung eines automatischen Informationsaustausches in Steuersachen ab 2017.

 

Dem Austausch beigetreten sind zahlreiche bekannte sog. „Steueroasen“, aber auch Länder wie die Türkei, in der ebenfalls zahlreiche in Deutschland steuerpflichtige Personen Auslandsvermögen besitzen, das dem deutschen Fiskus nicht bekannt ist.

 

Welche Daten werden ausgetauscht?

Neben der Identität des wirtschaftlichen Eigentümers eines ausländischen Kontos werden sowohl Kontostand, Veräußerungserlöse, alle Arten von Kapitalerträgen sowie Kontoauflösungen gemeldet. Eine Umgehung durch Erhebung von Quellensteuern, wie es im Rahmen der EU-Zinsrichtlinie möglich war, ist nicht möglich.

 

Die Türkei beginnt ab 2017 mit der Sammlung von Steuerdaten und 2018 mit dem ersten Datenaustausch.

 

Im Rahmen des AIA werden auch Kontoauflösungen aus 2016 gemeldet. Besteht dann der Verdacht, dass es sich hierbei um unversteuertes Vermögen bzw. unversteuerte Kapitalerträge handelt, wird das Finanzamt ein Steuerstrafverfahren einleiten. Eine Selbstanzeige ist dann nicht mehr möglich.

 

 

VERKEHRSUNFALL IN DER TÜRKEI

 

Egal ob Sie selbstverschuldet oder unverschuldet sind. Ein Unfall ist eine heikle Angelegenheit und mit unterschiedlichen Rechten und Pflichten verbunden. Eine Menge Ärger kann Ihnen mit dem richtigen Verhalten gespart bleiben. Wir haben für Sie die wichtigsten Informationen auf einen Blick zusammengestellt.

 

Verhaltensregeln bei Verkehrsunfällen:

 Ruhig bleiben, Warnblinker einschalten, Warnweste anlegen, Unfallstelle absichern und sich um Verletzte kümmern. Rettungsdienst und Polizei erreichen Sie europaweit unter der einheitlichen Notrufnummer 112.

 

Als erstes sollten alle für die Schadensabwicklung notwendigen Informationen und Beweise an der Unfallstelle gesichert werden. Unabhängig, wo der Unfall passiert ist. Der Unfall sollte vollständig protokolliert werden – freiwillig mit dem Gegner oder durch die Polizei.

 

Wichtig ist hierbei, dass im Protokoll der Unfallschuldner genannt wird. Evtl. können Sie den Unfallort und die beteiligten Fahrzeuge fotografieren. Neben den Übersichtsfotos können Sie auch Detailfotos von den entstandenen Schäden erstellen. Fertigen Sie eine Unfallskizze an. Achten Sie ganz besonders bei Unfällen auf Bremsspuren und Flüssigkeitsaustritte. Wenn Personen verletzt sind/-ein hoher Sachschaden entstanden ist oder bei Verdacht auf Straftaten wie zum Beispiel: Unfallflucht, Missbrauch von Alkohol oder Drogen sollte zwingend die Polizei alarmiert werden!

 

Notieren Sie sich:

 

  • das amtliche Kennzeichen der beteiligten Fahrzeuge
  • Namen und Anschriften der Unfallgegner
  • Versicherungsgesellschaften der Unfallgegner (sind diese nicht bekannt, lassen Sie sich die Informationen nachliefern)
  • und die Namen und Anschriften von Zeugen

 

Den Führerschein und den Fahrzeugschein sowie die Versicherungspolice vom Gegner sollten Sie wenn möglich kopieren/fotografieren. Wenn dies nicht möglich ist, unbedingt nachreichen lassen!

 

Wenn der Schaden Ihres Fahrzeuges die Rückreise in Ihr Heimatland/-ort nicht hindert, können Sie mit dem Fahrzeug wieder in Ihr Heimatland/-ort zurückfahren. Ein Sachverständigengutachten in Ihrem Heimatland/-ort ist zwingend erforderlich, um Ihren Schaden in der Türkei geltend machen zu können!

 

Die Kosten für den mit der außergerichtlichen Prüfung und Geltendmachung der einzelnen Schadenspositionen, beauftragten Rechtsanwalt sind demnach stets (adäquat kausaler) Teil des eigentlichen Schadens und von der gegnerischen Versicherung zu tragen. In der außergerichtlichen Korrespondenz muss die Schadensakte auch bei der türkischen Versicherungsfirma angelegt werden und die Kopien der nötigen Dokumente per Einschreiben an die Zentraladresse der Versicherung zugeschickt werden. Nach Erhalt des Schreibens wird der Gegenversicherung eine Frist von acht Werktage gesetzt.

 

Wird die geforderte Zahlung der Gegenfirma nicht innerhalb von acht Werktagen beglichen, muss eine Klage gegen die Versicherungsfirma bzw. der Gegenfirma beim Gericht eingereicht werden.

 

Falls Sie eine Rechtsschutzversicherung haben, werden die Prozesskosten von Ihrer Versicherung übernommen. Die Dauer des Klageverfahrens ist von Fall zu Fall unterschiedlich. Im Durchschnitt dauert ein Klageverfahren ca. ein Jahr.

 

Für weitere Fragen können Sie uns kontaktieren.

 

Gerne übernehmen wir Ihre anwaltliche Vertretung! Auf Wunsch können wir Ihnen unsere Mustervollmacht zuschicken.